Besteht eine schmerzhafte Wackelsteifigkeit des Großzehengrundgelenks, so ist die endgültige Stilllegung des Gelenkes in einer funktionell günstigen Stellung die beste Lösung. Hierzu werden die zerstörten Gelenkpartner geglättet und miteinander verschraubt. Dadurch kommt es zum Verwachsen der Knochen ähnlich wie bei einem Knochenbruch. Das schmerzhafte Reiben der zerstörten Gelenkflächen verschwindet dadurch. Auch die Stellung der Zehe läßt sich in der Regel so korrigieren, dass ein normales Gehen möglich ist. Nur selten müssen zusätzlich kleine Abrollhilfen in den Schuh eingepaßt werden.

Arthrodeseplatte

Modell mit Platten zur Versteifung stark zerstörter und schmerzhafter Gelenke, hier das Großzehengelenk und am Schaft des zweiten Mittelfußknochens nach Korrektur-Osteotomie. Durch die winkelstabilen Titan-Platten ergibt sich eine hohe Stabilität direkt nach Operation, was eine frühzeitige Belastung erlaubt. Weiterhin ist ein Stift nach Korrektur einer Hammer- oder Krallenzehe in der zweiten Zehe abgebildet. 

(Bild mit freundlicher Genehmigung der Fa. Axomed)

HR 2 - präop

Röntgenbild eines schwere Gelenkverschleißes des Großzehengelenks (Arthrose). Die Beweglichkeit ist in diesen Fällen stark vermindert, die möglichen Restbewegungen sehr schmerzhaft.  

HR 3 -postop

Röntgenbild nach Versteifung ("Arthrodese") des Großzehengelenks mit einer winkelstabilen Titan-Platte. Durch die Versteifung sind die schmerzhaften Restbewegungen des zerstörten Gelenks nun nicht mehr möglich. 

HR 1 - 8 Wo po

8 Wochen nach Versteifung des zerstörten Großzehengelenks. Das Abrollen ist nun wieder schmerzfrei möglich, da nur noch Bewegungen im Endgelenk der Großzehe stattfinden. (Nebenbefundlich besteht ein seltenes, aber harmloses Lipom der 2. Zehe, welches nicht im Zusammenhang mit der Operation steht).