Die Menisiken aus weichem knorpeligem Gewebe zwischen Oberschenkelrundung und flachem Schienbeinkopf haben sowohl eine Stabilisations- als auch eine Stossdämpferfunktion. Durch die große Belastung  kommt es sehr oft zu Verletzungen beider Menisken mit Ruhe- und Belastungsschmerzen, Gelenkwasserbildung bis zu Einklemmungserscheinungen.

Meniskusverletzungen

Es gibt hauptsächlich 2 Gründe für Meniskusverletzungen: der weiche Faserknorpel von Innen- und Außenmeniskus wird durch akute Gewalteinwirkung auf das Knie verletzt oder verliert durch ständige zu große ungünstige Belastung seine Elastizität und reißt.
Die Folgen sind: Ruhe- aber auch Belastungsschmerzen, Flüssigkeitsbildung im Kniegelenk, bis zur akuten Einklemmung mit federnder Streckhemmung.

Behandlung/Operationstechnik

Bei erfolgloser konservativer Behandlung mit Schonung, lokal entzündungshemmenden Maßnahmen und funktionellen Verbänden, ist eine Arthroskopie erforderlich. Die Arthroskopie wird meistens ambulant und in Kurz- oder Teilnarkose durchgeführt. Besonders bei akuten Verletzungen wird, wenn möglich, ein Meniskusrissarthroskopisch genäht oder geklammert mit sich auflösendem Material. Bei starken degenerativen Gewebeveränderungen, muss sparsam ein Teil vom Meniskus entfernt werden.

Danach ist eine frühe Mobilisation mit Gehstöcken und zunehmender Belastung bis zur Schmerzgrenze möglich. Die volle Belastung wird meistens nach 3 Tagen erreicht. Lediglich bei Naht des Meniskus ist eine Entlastung bzw. Teilbelastung für 6 Wochen erforderlich. In beiden Fällen werden postoperativ eine Thromboseprophylaxe mit niedermolekularem Heparin, sowie eine intensive Physiotherapie durchgeführt.