Bei Vorliegen einer O-Bein Stellung wird die Belastungsachse des Kniegelenkes in Richtung innerem Gelenkspalt verschoben. Hierdurch kommt es zu einer vermehrten Belastung und damit vermehrtem Knorpelverschleiss des Kniegelenkes auf dessen Innenseite. Die Beinbegradigung (Umstellung) bewirkt eine Verschiebung der Belastungsachse auf hochnormale Werte. In der Regel wird dabei der normale Zustand eines Kniegelenkes mit einem leichten X-Bein von 5-10 Grad wiederhergestellt.

Hierzu wird im Bereich des Schienbeines kniegelenksnah der Knochen mit einer oszillierenden Säge angesägt und soweit aufgeklappt, das die gewünschte Korrektur der O-Beinstellung erreicht wird. Um eine exakte Einstellung der Beinachse zu gewährleisten verwenden wir hierbei die computergestützte Navigation, bei der die Beinachse während des Operationsvorganges kontrolliert werden kann. Nach erfolgter Osteotomie wird der entstandene Knochenkeil mit einer entsprechenden Metallplatte gehalten. Um dem Knochen genügend Zeit zur Regeneration zu geben ist eine Entlastungsphase von 6-8 Wochen notwendig. Die Metallentfernung erfolgt in der Regel nach einem Jahr.