Chirotherapie ist die Behandlung rückbildungsfähiger Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Gelenke durch Handgriffe. Die Behandlung und Diagnosestellung erfolgen mit der Hand durch den Chirotherapeuten, der sich als Arzt diese Zusatzbezeichnung durch entsprechende Kurse und Prüfungen erworben hat. Die Effizienz der Chirotherapie hängt sehr von der Erfahrung und dem Geschick des Therapeuten ab.

Im Bereich der Wirbelsäule werden sogenannte “Blockierungen” behandelt. Es handelt sich dabei um Reflexstörungen, die von den Nocizeptoren der Wirbelsäule, d.h. meist der kleinen Wirbelgelenke, ausgehen. Diese “Blockierungen” können nur durch chirotherapeutische Untersuchungsmethoden erkannt werden und somit schon jahrelang unerkannt bestehen.

Welche Symptome machen diese “Blockierungen”?

Blockierungen im Bereich der Halswirbelsäule können folgende Symptome auslösen:

  • Kopfschmerzen
  • Dreh-und Schwankschwindel
  • Sehstörungen
  • Kloßgefühl
  • Gesichtsschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen und Gefühlsstörungen in den Schulter,Ellenbogen und Händen

Von der Brustwirbelsäule können folgende Beschwerden ausgehen:

  • Schulterschmerzen
  • Oberbauchbeschwerden
  • Schmerzen zwischen den Rippen
  • Herzbeschwerden
  • Störungen der Atmung
  • Magen- und Verdaungstörungen

Von der Lendenwirbelsäule können folgende Beschwerden ausgehen:

  • Schmerzen in der Nierengegend
  • Unterleibsbeschwerden
  • Schmerzen in der Leiste und den Hüften
  • Gefühlsstörungen und Schmerzen in den Beinen
  • tiefer Rückenschmerz

Wie erfolgt die Behandlung?

Nach Erhebung der Krankheitsvorgeschichte, der chirotherapeutischen Untersuchung und häufig Anfertigung eines Röntgenbildes wird die Diagnose gestellt. Zur Lösung der Blockierung wird der Patient gelagert. Nach Kontaktaufnahme, Durchführung einen Probezuges erfolgt der Impuls, der aber nur ein Zehntel der Kraftausübung betragen soll, der vorher durch die Vorspannung ausgeübt wurde. Er ist im allgemeinen nicht schmerzhaft und wird häufig- nicht immer- von einem Knackgeräusch begleitet.

Weitere Behandlungsmethoden

Neben der “Manipulation” -wie eben beschrieben- kann durch eine “Mobilisation” eine blockiertes Gelenk behandelt werden. Bei der “Mobilisation” wird ein blockiertes Gelenk schubweise und rhythmisch in Längs- oder Querrichtung gedehnt.

Weitere mögliche Maßnahmen

Häufig treten als Folge von “Blockierungen” Verspannungen der Muskulatur und entzündliche Veränderungen des Bindegewebes auf.
Um den Heilungsverlauf zu beschleunigen, kann es daher sinnvoll sein, örtlich wirksame Maßnahmen, wie die Infiltration mit einem Lokalanaesthetikum, anzuschließen. Eine physiotherapeutische Nachbehandlung der muskulären Dysbalancen und zur Vorbeugung bei falschen Bewegungsmustern sollte obligatorisch sein.