Bei Verrenkungen (Luxationen) des Schultergelenkes kommt es in den meisten Fällen zu einer Begleitverletzung der knorpeligen Gelenklippe, welche für die Stabilität des Schultergelenkes eine wichtige Bedeutung hat. Außerdem kann es insbesondere bei einer wiederholten Luxation zur Ausbildung einer sog. Luxationstasche der Gelenkkapsel kommen. 

Bei der arthroskopisch durchgeführten Stabilisierung wird mit speziellen Fadenankern die knorpelige Gelenklippe wieder an die knöcherne Gelenkpfanne fixiert. Außerdem kann die ausgeweitete Gelenkkapsel ebenfalls mit Knochenankern wieder gestrafft werden (sog. Kapselshift). In der Regel schließt sich an die Operation eine Ruhigstellung des Gelenkes in einer speziellen Bandage (Orthese) für insgesamt 4 Wochen an. Aus dieser Orthese kann die Schulter krankengymnastisch nach einem speziellen Nachbehandlungsschema beübt werden.